Ein Gesetz, das von Sexarbeitenden
 verfasst wurde

Über Sexarbeit wird in Deutschland schon lange politisch und gesellschaftlich diskutiert. Doch die Perspektiven von Sexarbeiter*innen selbst kommen dabei oft zu kurz. Das wollen wir ändern.

HINTERGRUND

Derzeit arbeiten Sexarbeiter*innen in Deutschland unter den Bestimmungen des ProstituiertenSchutzGesetzes (ProstSchG), das 2017 eingeführt wurde und unser Leben sowie unsere Arbeitsbedingungen verbessern sollte. Das Gesetz schützt nicht und geht an den Lebensrealitäten der meisten Sexarbeitenden vorbei. Es hat neue Hürden geschaffen und bestehende Probleme verschärft. Also haben wir unser eigenes Gesetz geschrieben. Mit der Evaluation von 2025 wurde das ProstituiertenSchutzGesetz offiziell überprüft, und nun soll eine Expert*innenkommission Reformvorschläge erarbeiten. Doch wieder werden diejenigen ausgeschlossen, um die es eigentlich geht. Keine sexarbeitende Person ist Teil dieser Kommission.​​​​​ Wir sagen: Nichts über uns ohne uns! Macht unseren Gesetzesentwurf und unsere Forderungen zur Grundlage neuer Gesetzesmodelle. Um wirkliche Verbesserungen zu bewirken, müssen Sexarbeitende selbst gehört und in Entscheidungen miteinbezogen werden!

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Sexarbeitsgesetz?

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Das Sexarbeitsgesetz (SAG) ist ein Gesetzesentwurf, der direkt aus der Perspektive der Sexarbeitenden selbst verfasst wurde. Er fasst unsere Kritik an den bestehenden gesetzlichen Regelungen zusammen und beschreibt konkrete Forderungen und Maßnahmen zur Verbesserung unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Unser Ziel mit diesem Entwurf ist es, in die Debatte einzugreifen, das Bewusstsein für die Anliegen von Sexarbeitenden zu schärfen und eine langfristige gesetzliche Umsetzung dieser Forderungen zu erreichen.


WER HAT ES GESCHRIEBEN?

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Im Zeitraum von November 2024 bis April 2025 wurden Sexarbeitende aus ganz Deutschland zu einer Reihe von sechs Workshops eingeladen. Im Rahmen dieser Workshops tauschten wir uns aus, analysierten verschiedene Gesetzesmodelle aus anderen Ländern (z. B. Belgien, Neuseeland und Schweden) und erarbeiteten schließlich einen eigenen Vorschlag, der unsere Vision einer gerechteren und sichereren Gesetzgebung widerspiegelt.


WAS SIND EINIGE DER WICHTIGSTEN PUNKTE DES ENTWURFS?

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  • Entkriminalisierung jeglicher einvernehmlicher Sexarbeit zwischen Erwachsenen.

  • Rechtliche Anerkennung von Sexarbeit als Arbeit.

  • Verbesserter Zugang zu Sozialversicherung, Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Rechtsschutz, Informationen, Wohnraum und Arbeitsschutz.

  • Ein Ende von Polizeirazzien und Überwachung in Sexarbeitsräumen.

  • Die Aufhebung schädlicher Bestimmungen des „ProstituiertenSchutzGesetzes“, einschließlich der Registrierungspflicht für Sexarbeiter*innen.


WIE KANN ICH DIE KAMPAGNE UNTERSTÜTZEN?

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